Blick ins Unsichtbare
Durch die Früherkennung unsichtbarer Mängel ist die
Infrarot-Thermografie eine unverzichtbare Inspektionshilfe geworden. Im
Bauwesen wird die Infrarot-Thermografie vor allem zum Nachweis von
Dichtung- und Dämmungsfehlern, Schäden an verdeckt liegenden Leitungen
und historischer Bausubstanz herangezogen. Qualitätskontrollen durch
Thermografieaufnahmen mindern das Risiko späterer Bauschäden oder
erhöhter Energieverbrauchskosten. Wärmebrücken oder Luftundichtigkeiten
in der Gebäudehülle können noch während der Bauphase erkannt und
dadurch meist kostengünstig nachgebessert werden. Der Bauherr kann sich
des Qualitätsstandards seines Bauvorhabens sicher sein, der Bauträger
dokumentiert eine ordnungsgemäße Bauleistung.
Thermografische Aufnahmen zur Visualisierung der Energieverluste durch
die Gebäudehülle sind in der Regel auf die Heizperiode beschränkt, da
die Temperaturdifferenz zwischen beheiztem Wohnraum und
Umgebungstemperatur möglichst groß sein sollte. Wärmebrücken in Form
von auskragenden Balkonplatten, Fensterstürze, Kellersockel und
Rolladenkästen werden durch die Infrarot-Thermografie sichtbar. Auch
das Aufspüren von Schimmel ist im wesentlichen auf die Heizperiode
beschränkt. Feuchtigkeit in Form von schadhaften Wasser- oder
Heizungsrohrleitungen kann auch im Sommer durch eine
Infrarot-Thermografie geortet werden.
Thermografische Untersuchungen werden übrigens mit bis zu 150,- € vom
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert.
Das Deutsche Energieberaternetzwerk e.V. plant die Schaffung eines
bundesweit tätigen Thermografie-Netzwerkes, das entsprechende
Dienstleistungen anbietet und durchführt. Via Suchmaschinen auf der
Internetseite des DEN e.V. erhalten Sie dann Kontakt zu einem
Thermografie-Dienstleister in Ihrer Nähe.
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